orts-spezifische Produktionen

site specific und Auftragsarbeiten

Immer öfter kreiere ich Arbeiten konkret orts-spezifisch, in denen ich mich tief mit einem bestimmten Ort auseinandersetze. Oft historisch und kulturwissenschaftlich forschend, aber auch formal und ästhetisch inspiriert, entwickle ich mit dem Material Performances,  Werstätten und zeitgenössischen Zirkus im öffentlichen Raum.

Auswahl orts-spezifischer Arbeiten

FernNah – luftartistische Performance in der Luther-Eiche Eberswalde, mit Musik von phyla, anlässlich des Reformationsfestes, Premiere: 28 10 2017, Eberswalde – an anderen Bäumen spielbar

Voll praktisch. – Eine luftartistische Studie für die Multimedia Installation und Ausstellung "Unsichtbare Orte" von Kordula Lobeck de Fabris, München 2018

vergangene Kunst – Geschichtswerkstätten zu vergangenen künstlerischen, artistischen und theatralen Darbietungen im Kulturpark / Spreepark, August-September 2019, Spreepark Berlin

Über-Blicke – Verbindung vergangener Kunst des Spreeparks mit zeitgenössischer Natur- Erfahrung, August 2020, Spreepark Berlin

FernNah - Performance im Baum mit Musik von phyla

In einer Hommage an Marguerite Porète, einer radikalen Wegbereiterin der Reformation aus dem 13.Jhd., interpretieren wir ihre Schriften mit luftartistischem Tanz und Neuer Musik:
Ein Dialog zwischen der Seele, der Vernunft, der Liebe, der Moral und anderen Wesen.

Fragmentierung mit minimaler Improvisation
Marguerite Porètes philosophisches Werk, "Der Spiegel der einfachen Seele”, ist ein allegorischer Dialog zwischen der Liebe und anderen Wesenheiten. Wir zerlegen die Gedanken und Dialoge zu Fragmenten. Text-, Klang- und Sound-Fragmente verweben sich mit elektronischer Bearbeitung zu Minimaler Musik - vielstimmiges dialogisches Gewebe.

Der Baum im Zentrum - als Weg. Darin Stimmen, Klang, mit Aerial Dance.
Luftartistin trifft auf MusikerInnen - jeder Körper situiert im Austausch, in der Musik, in der Körperlichkeit. Der Versuch, ein bewegtes Bild eines Lebens zu zeichnen, das radikal verwurzelt und doch frei war.

FernNah, Foto: Thomas Kelling

Unser Ausgangspunkt war ein Darüber-Stolpern - in Jihlava, CZ, kamen wir an der alten Buche hinter der St. Jakobs- Kirche vorbei. Sie zog uns augenblicklich in ihren Bann. Eine Geschichte drängte sich auf... Zurück in Berlin machten wir uns auf die Suche - und erinnerten uns an die Luther-Eiche in Eberswalde.
2016 beauftragte uns die Stadt Eberswalde, ein Stück für ihre Reformationsfeier zu konzipieren. Eine sehr interessante Aufgabe: Nicht zuletzt deshalb, da wir Luther nicht nur aus feministischen Gründen sehr kritisch gegenüber stehen. Somit gingen wir auf die Suche nach Aspekten der Reformation, die wir als befreiend betrachten können....
Die Premiere fand Oktober 2017 in der Luthereiche Eberswalde statt.

Credits

Konzept und Idee: Jana Korb
Performance: Jana Korb
Musik: phyla – Jennie Zimmermann und Gisbert Schürig
Bühne und Rigging: Hoppe Hoppinsky
Gestaltung: Tobias Stiefel
Produktion: korb + stiefel

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtkirchengemeinde und der Stadt Eberswalde.

 

phyla

Jennie Zimmermann und Gisbert Schürig

Als Duo Phyla verbinden Jennie Zimmermann und Gisbert Schürig Einflüsse aus Minimal Music und Improvisation zu Klangflächen von lyrischer Zartheit und archaischer Wucht, gewebt aus Stimmklängen zwischen kaum hörbarem Hauchen und grollendem Kehlgesang, verfremdet und unterfüttert mit elektronischen Klängen.
Stille und ganz allmähliche Entwicklungen öffnen den Moment zur Unendlichkeit.
www.phyla.info

 

Orts-spezifisches Touring

Wir erarbeiteten FernNah für die Luthereiche Eberswalde, spielten das aber auch schon in weiteren besonderen Bäumen. Wir erforschen gerne Ihre eigenen besonderen Bäume. Aufbau und Proben dauern drei volle Tage vor Ort.
>> Zusammenfassung und Information - PDF Download

FernNah, Foto: Tobias Stiefel

 

FernNah, Foto: Tobias Stiefel

Der Spiegel der einfachen Seelen

DIE LIEBE: Diese Seele, spricht die Liebe, ist frei geworden, sogar mehr als frei, überaus frei, ja unübertrefflich frei, sowohl was ihre Verwurzelung anbelangt, wie auch in ihrem Stamm, in allen ihren Ästen, in allen ihren Früchten, an allen ihren Zweigen.
DER VERSTAND: Ah, um Gottes willen, Liebe!, sagt der Verstand, was soll das heißen, was Ihr da sagt?
DIE SEELE: Dies ist nur recht, sagt diese Seele.
aus: Marguerite Porète, "Der Spiegel der einfachen Seelen"

FernNah, Foto: Tobias Stiefel

 

FernNah, Foto: Tobias Stiefel

FernNah, Foto: Ronald Spratte

Voll praktisch.

Eine luftartistische Studie für Unsichtbare Orte – Frauen in der Kunst

Seit Jahren arbeite ich daran, vergessene, unsichtbare Künstlerinnen bekannt zu machen. Dabei geht es mir sowohl um eine künstlerische Herstory, als auch um die Sichtbarkeit zeitgenössischer Künstlerinnen.
In dieser luftartistischen Studie widme ich mich meinem eigenen Weg aus der Unsichtbarkeit.

"Jetzt ist sie Performerin.
Muss ja ein bischen Sichtbarkeit nachholen."

Eine Multimedia Installation und Ausstellung, die mit Bild-, Ton- und Klanginstallationen, Texten sowie Foto- und Bildarbeiten das Thema Sichbarkeit von Frauen in der Kunst bearbeitet.
Eine Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Künstlerinnen.

18 - 22 04 2018, Pathos Theater, Munich

Gesamt-Konzept: Kordula Lobeck de Fabris
Idee und Konzept: Jana Korb
Text und Performance: Jana Korb
Musik: Astor Piazolla
Kamera: Kordula Lobeck de Fabris
Schnitt: Heinz-Uwe Schorn

Gefördert und unterstützt von: Magdalena München, Villa Waldberta, Landeshauptstadt München Kulturreferat

Vergangene Kunst, Ausstellungstafel, Foto: Jana Korb

 

Vergangene Kunst, Ausstellung, Foto: Anja Gessenhardt

 

Vergangene Kunst, Spaziergang mit Rene Schobess, Foto: Jürgen Scheer

 

Vergangene Kunst, Präsentation Die Ompahs, Foto: Tobias Stiefel

Vergangene Kunst - Geschichte und Artistik

Geschichtswerkstätten zu vergangenen künstlerischen, artistischen und theatralen Darbietungen im Kulturpark und im Spreepark.

Sowohl im VEB Kulturpark als auch im Spreepark gab es neben den Fahrgeschäften und gastronomischen Angeboten auch Shows und Darbietungen von Musik bis Theater, von Artistik bis Spektakel. Diese Darbietungen sind großer Teil der Erinnerungen der damaligen Besuchenden.

Wer waren die Künstler*innen, die im Kulturpark und später im Spreepark aufgetreten sind? Welche Darbietungen und Shows gab es? Wie haben sich diese Darbietungen als Teil der Erinnerung an den Spreepark verankert?

Wir erforschen gemeinsam mit den Teilnehmenden* vor Ort mit Fotos, Archiv-Videos und vor allem mit den Erinnerungen und Erzählungen der Künstler*innen. Dabei wird jeweils ein*e andere*r ehemalige Künstler*in eingeladen, die für Gespräche und Erinnerungsaustausch zur Verfügung steht.

Ehemalige Künstler*innen

Die Ompahs – Pferde-Shows
Gespräch mit Ompah-Gründer Dr. Bernd Otto

Diverse Darbietungen des Staatszirkus der DDR
Gespräch mit dem ehemaligen Presse-Sprecher des Staatszirkus Dietmar Winkler

Hops und Hopsi – Kinderprogramme
Gespräch mit dem Hops-Nachfolger und Spreepark-Historiker Christopher Flade

Eisbären-Dressur Ursula Böttcher
Gespräch mit Böttchers Assistent und Tierpfleger Joachim Krebs

Stuntcrew Babelsberg
Gespräch mit Stuntman und Regisseur Rene Schobeß

Credits

Idee und Konzept: Jana Korb
künstlerische Leitung: Anja Gessenhardt und Jana Korb
Video und Ton: Friederike Berat
Gestaltung Ausstellungstafeln: Jana Korb, Tobias Stiefel
Fotos: Tobias Stiefel, Jürgen Scheer

15.09.2019
Tag des offenen Spreeparks
Ausstellung und Video-Screening der Ergebnisse der Geschichtswerkstätten

Workshopreihe: Umweltbildung und kulturelle Vermittlung

der Grün Berlin GmbH

Die Workshops sind eingebettet in die vorbereitende Planung der Grün Berlin GmbH. Noch ist der Park nicht frei zugänglich, daher sollen die Workshops, die Besonderheiten des Ortes im Hinblick auf die Möglichkeiten und Perspektiven zukünftiger Bildungsangebote im Spreepark ausloten.

Über-Blicke – Verbindung vergangener Kunst des Spreeparks mit zeitgenössischer Natur-Erfahrung

Auf der Grundlage von vergangene Kunst 2019 interessiert uns, wie die vergangenen künstlerischen Spuren festgehalten werden können, wie die flüchtigen Erinnerungen sichtbar gemacht werden können - ohne nostalgisches Reenactment und Pseudo-Historizismus.
Wie könnte eine zeitgenössische Performance im Spreepark inszeniert und kreiert werden, die die historischen Performance-Spuren im Kontext sowohl des zukünftigen öffentlichen Spreeparks als auch gegenwärtiger gesellschaftlicher Konfliktlinien verortet?

Weiterführend wollen wir untersuchen, wie die artistischen und darstellenden Praktiken über den Kontext der darstellenden Künste hinaus übertragbar sind. Wie können einzelne Praktiken im Spreepark eingesetzt werden - um ihn einerseits erfahren zu können und die Relevanz vorhandener Naturbiotope hervorzuheben und zu stärken und diese andererseits aber nicht zu stören?

Eingeladene Künstler*innen

Geschwister Weisheit "Kosmonauten der Hochartistik":
Rudolf und Edeltraud Weisheit (ehemalige Hochseilläufer*innen im VEB Kulturpark)

Thomas Janoske, zeitgenössischer Hochseilläufer

Credits

Idee, künstlerische Forschung: Jana Korb
Workshops, Moderationen: Jana Korb, Anja Gessenhardt
Training und Rigging: Thomas Janoske
Video und Ton: Friederike Berat
Fotos: Tobias Stiefel

Termine: August 2020

Ein Workshop aus der Workshopreihe

Umweltbildung und kulturelle Vermittlung
der Grün Berlin GmbH

Die Workshops sind eingebettet in die vorbereitende Planung der Grün Berlin GmbH. Noch ist der Park nicht frei zugänglich, daher sollen die Workshops, die Besonderheiten des Ortes im Hinblick auf die Möglichkeiten und Perspektiven zukünftiger Bildungsangebote im Spreepark ausloten.

Spreepark, Foto: Jürgen Scheer