Jana Korb – Netzwerke und Aktivitäten

Ich studierte Kulturwissenschaften und Kunst in Berlin und Moskau, und lernte als Luftartistin und Performerin bei Mike Wright, Orit Nevo, Mimbre, Gabriel Chame, Elias Cohen und Minako Seki. In meiner Recherche verbinde ich verschiedene darstellende Künste, um ein neues Genre zwischen zeitgenössischem Zirkus und Bewegungstheater zu entwickeln:
Aerial Theater.

Mein persönlicher Stil kehrt immer wieder zurück zum tschechischen experimentellen Theater mit seiner starken Objekt-Theater-Tradition, sowie zum Moskauer Romantischen Konzeptualismus zurück. Mein subjektiver Blick auf die Welt als Frau und mein feministischer Hintergrund nehmen Einfluss auf die Inhalte meiner Produktionen.
Als Luftartistin arbeite ich seit 2001 und lebe seit 1994 in Berlin.

>> Über Jana Korb

>> Research: Frauen in der Artistik
>> Magdalena Project
>> Theater im Öffentlichen Raum & Zeitgenössischer Zirkus
>> Luftartistik Festspiele Berlin
>> Unterricht Luftartistik

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Jana Korb, Foto: Vojtech Brtnicky

Luisita Leers

Luisita Leers

Research: Frauen in der Artistik

"Sie sich als Gattin oder Mutter vorzustellen, war einfach läppisch; eine Gattin oder Mutter oder jemand auch nur, der es möglicherweise sein konnte, hängt nicht mit den Füßen kopfab an einem Trapez... eine unnahbare Amazone des Luftraumes unter dem Zeltdach, hoch über der Manege, der vor starrer Andacht die Begierde nach ihr verging."
Thomas Mann in Felix Krull (1909)

Dieses Zitat benennt alle uns Frauen zugeschriebenen Rollen. Dass das eine paternalistische, objektifizierende Reduktion ist, ist zwar einleuchtend - aber dennoch ist da noch viel Anerkennungs-Arbeit zu leisten. Zirkus-Frauen, Artistinnen und andere Performerinnen sind das beste Beispiel für die Vielfalt von Weiblichkeiten, Androgynitäten und nicht-in-Schubladen-passende Frauen. Mit Freude recherchiere ich nach ihnen, grabe sie aus, erwecke sie zum Leben und zeige der Welt ihre großartigen Lebens-Geschichten.

Veröffentlichungen, Ausstellungen, Lecture Performances und mehr

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Magdalena Project, Transit Festival, Foto: Rina Skeel

Magdalena Project, Transit Festival, Foto: Rina Skeel

Magdalena Project

Internationales Netzwerk von Frauen im zeitgenössischen Theater

Das Magdalena Project ist ein lebendiges interkulturelles Netzwerk von Frauen in den Darstellenden Künsten, das kritische Diskussion, gegenseitige Unterstützung und berufliches Training fördert. Es verbindet verschiedene Gruppen und Einzelpersonen im Bereich der Darstellenden Künste, deren gemeinsames Interesse darin liegt, sich für die Sichtbarmachung und Sichtbarkeit des künstlerischen Schaffens von Frauen zu engagieren.

Das Magdalena Project ist weit verzweigt über Ländergrenzen und über Generationen hinweg. Die Gruppen treffen sich im realen wie auch virtuellen Raum, um sich über ihre Arbeit und Ideen auszutauschen, gemeinsam Projekte zu entwickeln und zu verbreiten. Fast ausschließlich getragen vom Engagement seiner Mitglieder und UnterstützerInnen, zeugt das Magdalena Projekt davon, was wir zusammen im Geist der Gemeinschaft und Einheit erreichen können.

Jana Korb ist seit 2013 aktive "Magdalena", nimmt aktiv an Treffen und Festivals teil, und unterstützt Initiativen, die das Projekt in Deutschland verorten möchten. Derzeit gibt es Magdalena-Arbeitsgruppen in München, Frankfurt/Main sowie Wuppertal.

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Theater im Öffentlichen Raum & Zeitgenössischer Zirkus

In den darstellenden Künsten sind beides Künste, die immer wieder in die Situation geraten, sich als Kunst positionieren zu  müssen. Beides sind (bezogen auf öffentliche Mittel) sehr prekäre Kunst-Sparten, und beide richten sich an ein breites Publikum - wesentlich breiter, als z.B. die anerkannten, staatlich finanzierten Künste Oper und Staats-Theater.

Jana Korb ist in beiden Künsten zuhause, produziert zeitgenössischen Zirkus für den öffentlichen Raum. Und für beide Künste setzt sie sich ein durch Netzwerkarbeit, Verbands-Tätigkeit und Festival-Organisation.

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Luftartistik Festspiele Berlin

Luftartistik Festspiele Berlin

 

 

 

Luftartistik Festspiele Berlin

Aktuelle Luftartistik ist eine im doppelten Wortsinn hohe Kunst.
2016 trafen sich in Berlin zum ersten Mal international gefeierte Luftartistinnen und Luftartisten, Aerial Artists, Vertikal-Künstlerinnen und Trapez-Tänzer, um ihre Stücke und Performances zu zeigen, Workshops abzuhalten und sich zu vernetzen.

Der Verein zur Überwindung der Schwerkraft startete unter der künstlerischen Leitung von Jana Korb und Daniel Megnet die Luftartistik Festspiele, die in Zukunft jährlich stattfinden sollen.

Partner sind die Staatliche Artistenschule Berlin, das Maulhelden Büro und das Institut Français. Schirmherr ist Arnulf Rating.

 

Jana Korb, Foto: Vojtech Brtnicky

Jana Korb, Foto: Vojtech Brtnicky

Unterricht

Jana Korb unterrichtet Trapez und Tuchartistik in laufenden Kursen in Berlin und gibt Workshops in Deutschland, Tschechien, Polen usw. Dabei richtet sie sich vor allem an Erwachsene jeglichen Alters – AnfängerInnen und Fortgeschrittene – und begleitet PerformerInnen artistisch in ihrer Arbeit. Bei ihrer pädagogischen Arbeit am Trapez legt sie besonderen Wert auf Schwung- und Atemtechniken, auf innere Kraft und ein ergonomisches Training.
Im Vordergrund steht die angewandte Artistik für die Bühne!

>> weitere Informationen und laufende Kurse